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Meditation? Das ist nix für mich…..

Das war meine Einstellung bis vor ziemlich genau 5 Jahren. Im Zuge meiner Yogastunden habe ich immer wieder das Meditieren ausprobiert. Das ist mir wirklich schwer gefallen. „Lass die Gedanken weiterziehen“, „konzentrier dich einfach auf deinen Atem“. Oft versucht, und noch öfters gescheitert (dachte ich zumindest) – meine Meditationspraxis wurde von den abstrusesten Gedanken durchkreuzt. Angefangen von „was koche ich heute Abend“ bis hin zu „Wie hat der Kollege das nochmal gemeint?“.
Nun, nach langen Jahren des Probierens, Zweifelns, Aufgebens und wieder Versuchens habe ich endlich verstanden, dass es nicht darum geht, gedankenlos, mit Leichtigkeit und Ruhe im Raum zu schwelgen, sondern dass die Erfahrung an sich, also die Tatsache, dass ich mich hinsetze und mir Zeit für mich nehme, meine Gedanken versuche nicht zu bewerten mich mit mir selber verbinde, egal was rundherherum passiert, der Kern der Meditation ist. Man nennt es auch Achtsamkeit. Du bist derjenige, der die Gedanken beobachten kann und sich damit auch von ihnen distanzieren kann. Mit der „Aha-Meditiation“ komme ich ganz gut zurecht. Kommt ein Gedanke, lasse ich ihn mit einem belanglosen „Aha“ weiterziehen.

Was brauchst du für eine Meditation?
Im Grunde genommen nichts. Aber gerade am Anfang haben mir ein paar Dinge geholfen, leichter in die Meditation zu kommen.

  1. Gemütlich hinsetzen. Ich habe mich auf meinen Lieblingscouchsessel geknotzt (besser, man sitzt im Schneidersitz), im Winter mit dicken Socken und einer Decke.
  2. Der Raumduft. Ätherische Öle, oder die guten alten Räucherstäbchen können helfen – das ist aber so individuell, dass du es am besten ausprobierst. Ich mag das ätherische Öl Clean Air von Primavera.
  3. Musik. Mir helfen diese klassischen, meditativen Klänge ganz gut – gibts auf Youtube oder Spotify – einfach nach Meditation suchen. Auch das ist wiederum ganz individuell. Es gibt Tage, da ist vollkommene Stille auch ok.
  4. Immer den selben Ort nutzen. So kommt man schneller in die Meditation rein, weil das Gehirn den Platz „kennt“.
  5. Kurz. Gerade am Anfang ist es einfacher, kurze 2-3 Minuten Meditationen zu machen. Nach 2 Wochen täglichem meditieren fügt man dann kontinuiertlich 2 Minuten hinzu usw. Credo Nummer 1: das machen, was einem gut tut!

Viel Freude beim Probieren, Katrin 🧘‍♀.

Quelle: https://www.peter-beer.de/meditieren-richtig-lernen/#